Lerne dich selbst lieben

Zu Beginn des Jahres hat mich meine liebe Arbeitskollegin auf eine spannende Theorie aufmerksam gemacht, die ich heute gerne mit euch teilen möchte, da sie mich persönlich so unendlich viel weiter gebracht hat auf meinem Weg zur Selbstliebe.

 

Einer meiner Lieblingsspeaker Biyon Kattilathu hat mal gesagt es braucht genau zwei Dinge um unglücklich zu werden: sich mit anderen vergleichen und (zu hohe) Erwartungen zu haben. Und trotzdem ich das schon mega oft gehört habe, ist es dennoch nicht in meinem Herzen angekommen. Ich habe mich immer dermaßen darauf konzentriert meine Schwächen zu kompensieren und in etwas besser zu werden, was einfach nicht meiner Natur entspricht, dass ich dabei meine Stärken komplett übersehen habe. Ich wollte jemand sein, der ich gar nicht bin, um von meinen Mitmenschen geliebt zu werden und fühlte mich nie wirklich wie ich selbst. Ich habe meinen Selbstwert, auch so ein wichtiges Wort, sehr lange von meinem äußeren Erscheinungsbild abhängig gemacht. Ich weiß nicht mehr, wann und wo ich das erlernt habe, aber eigentlich war ich von meiner Pubertät an mindestens einmal im Jahr auf Diät. Wahrscheinlich um mich gut zu fühlen, wenn ich dann als Reaktion Komplimente bekommen habe, was aber auch schnell abgenommen hat, wenn das Gewicht in Stress Situationen durch emotionales Essen wieder anstieg. Ich suchte also nach Bestätigung und nach meinem Wert im Außen, obwohl ich sie hätte in mir suchen sollen. Wer bin ich eigentlich? Bin ich nur mein Körper? Was sind denn meine Stärken? Ein wichtiger Pfeiler zur Selbstliebe ist die Selbsterkenntnis.

 

Die 16 Persönlichkeitstypen

In einem Gespräch erzählte mir meine Kollegin von den 16 verschieden Persönlichkeitstypen und schickte mir den Link zu einem Test. Mit dem Ergebnis Mediator begann für mich ein völlig neues Kapitel in meinem Leben. Es war wie eine Liebeserklärung an mich selbst. Ja stimmt, so bin ich. Das habe ich so (positiv) noch nie gesehen.

 

Die Theorie über die Persönlichkeitstypen basiert auf die psychologische Typenlehre von Carl Gustav Jung (1875 – 1961). Ein sehr interessanter Mann, der mir in letzter Zeit oft „begegnet“. In den 60er Jahren wurde die Theorie von Jung von den beiden Amerikanerinnen Katherine Briggs und Isabel Myers weiterentwickelt. Die Grundannahme der Typenlehre ist, dass jeder Mensch mit bestimmen Veranlagungen, in diesem Fall kognitive Fähigkeiten, auf die Welt kommt, die dann noch durch Lebenserfahrungen und Erziehung weiter geprägt werden und den Menschen ausmachen. Diese Veranlagungen sind die vier psychologischen Aspekte, welche jeweils zwei theoretische Endpunkte und viele Abstufungen dazwischen haben.

 

Extro vs. Intro

Die erste Aspekt zeigt die Art und Weise an, wie wir mit unserer Umgebung interagieren bzw. unsere Energie gewinnen. Diese zwei Pole sind extrovertiert und introvertiert. Extrovertierte Menschen brauchen viele äußere Reize um sich inspiriert zu fühlen und füllen ihre Batterie durch den Kontakt mit anderen Menschen auf. Im Umkehrschluss sind sie allerdings nicht so gerne alleine. Introvertierte Menschen hingegen laden ihre Akkus auf, indem sie in sich gehen oder lesen, meditieren und/oder Filme schauen. Sie ermüden auch mal gerne in großen Menschentrubel un können empfindlich gegenüber zu vielen äußeren Reizen sein. Wichtig ist hier zu erkennen, dass es kein besser oder schlechter gibt. Jede Ausprägung hat ihre Licht- und Schattenseite. Es ist allerdings total hilfreich das zu erkennen.

 

Beobachtend vs. Intuitiv

Der zweite Aspekt beschreibt, wie wir die Welt sehen und Informationen bearbeiten. Menschen mit einem stark ausgeprägten beobachtenden Aspekt sind sehr praktisch veranlagt, oftmals sehr strukturiert und bodenständig. Sie lieben es Routinen zu entwickeln, to-do-Listen zu schreiben und konzentrieren sich auf den gegenwärtigen Moment und die Vergangenheit. Intuitive Menschen sind sehr fantasievoll, aufgeschlossen und neugierig. Sie lieben es neue Dinge auszuprobieren und konzentrieren sich auf die verborgenen Bedeutungen und sind sehr zukunftsorientiert.

 

Denker vs. Fühler

Dieser Aspekt offenbart uns wie wir Entscheidungen treffen und auf Emotionen reagieren. Denker folgen Ihrer Logik und konzentrieren sich auf Objektivität und Rationalität. Fühler treffen Entscheidungen anhand Ihrer Gefühle, das sogenannte Bauchgefühl und konzentrieren sich auf Harmonie und Kooperation. Fühler sind oftmals empathisch veranlagt und können auch sehr sensibel sein.

 

Beurteilend vs. Vorausschauend

Der vierte Aspekt zeigt wie eine Person an die Arbeit, die Planung und Entscheidungsfindungen herangeht. Ein Mensch mit einem stark ausgeprägten beurteilenden Aspekt sind gründlich, sehr organisiert und entscheidungsfreudig. Sie lieben Klarheit, Vorhersehbarkeit, Struktur und Planung. Die vorausschauenden Personen haben ein Talent fürs Improvisieren und im Erkennen von Potentialen. Sie mögen es gerne flexibel und halten sich gerne Optionen offen, ergo treffen sie nicht so gerne Entscheidungen.

 

Das Persönlichkeitsprofil setzt sich dann daraus zusammen wie stark diese einzelnen Nuancen ausgeprägt sind. In meinem Persönlichkeitsprofil steht, dass ich mich oft missverständen fühle, was tatsächlich oft in meinem Leben der Fall war. Aber nachdem ich diese Theorie kennengelernt habe, wird mir klar, dass auch anderen Menschen sehr schwer fällt andere Menschen zu verstehen, insbesondere wenn alle ihre Aspekte gegensätzlich ausgeprägt sind. Dieses grundlegende Verständnis dafür, dass wir Menschen unterschiedlich sind und somit anders handeln, denken und fühlen, bietet ein großes Potential, um in Liebe und Mitgefühl mit sich selbst und anderen zu leben. Dieses Modell unterstützt dabei sich selbst besser kennenzulernen und mehr Verständnis für seine Mitmenschen aufzubauen. Es ist allerdings nur ein Modell um sich näher kennen zu lernen. Eine weitere spannende Wissenschaft ist die Astrologie, für die ich mich auch sehr interessiere. Sie ist noch individueller, aber auch viel komplexer als die 16 Persönlichkeitstypen. Ein weiteres individuelles Model ist das Human Design. Noch individueller sind natürlich Einzelcoachings, mit denen man seinen Stärken auf die Spur kommt, wenn man immer nur seine Schwächen sieht.

 

Und ja das Fazit Selbstliebe ist ein Weg und der darf auch gerne genossen werden.

 

In Liebe

 

eure Josi

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Tatsächlich könnte ich dieses Satz über sehr viele Büchern sagen und mir wird immer mehr bewusst, dass ich eigentlich so gut wie gar nichts weiß. Ich bin 13 Jahre zur Schule gegangen, habe fünf Jahre studiert und sechs Jahre promoviert und bin zu einem Fachidioten geworden. Eigentlich weiß ich nichts von der Welt, aber ich dachte ich wüsste alles. Jedes Mal, wenn ich ein Buch lese bin ich inspiriert und wütend und es packt mich eine Leidenschaft zu schreiben und mein „Wissen“ zu teilen. Ich muss der Realität ins Auge blicken, ich werde mein ganzes Leben lang lernen und wahrscheinlich werde ich noch oft wütend darüber sein, dass ich viele der Dinge erst jetzt lerne und mir das nicht in der Schule oder von meinen Eltern beigebracht worden ist. Dann komme ich wieder bei mir an und bin wütend, dass ich so viele Jahre mit Unsinn verschwendet habe, weil ich die Arroganz besessen habe, ich wüsste genug. Wenn die Emotion vorbei ist, übernehme ich wieder die Verantwortung und weiß, ich kann etwas ändern! Ich kann mein Leben ändern! Ich bin die Schöpferin meines Lebens.

 

Ich hatte das Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki schon seit zwei Jahren auf meiner Lese-Bucketlist, aber irgendwie habe ich noch ein Bogen darum gemacht. Ich musste zuerst etwas anderes über Geld lernen und meine Verantwortung für meine Finanzen übernehmen, bevor ich bereit für dieses Buch war. Ich habe mir auch angewöhnt Sachbücher nicht mehr einfach nur so zu lesen, sondern mich an einen Tisch zu setzten und Notizen zu machen. Einfach, weil es so viel wichtiges in Büchern zu lesen gibt und ich es besser aufnehme, wenn ich Dinge aufschreibe. In dem Buch erzählt Robert T. Kiyosaki über seine beiden Väter. Sein leiblicher Vater ist studiert und gebildet, arbeitet für die Regierung im Bildungsministerium und hat immer finanzielle Schwierigkeiten, egal wie hart erarbeitet und wie viel er verdient. Sein reicher Vater, ist der Vater seines besten Freundes Mike, der ein erfolgreicher Unternehmer ist und keine finanziellen Schwierigkeiten hat. Sein Rich Dad bringt ihm und seinem Freund Mike eine Menge über Geld bei und sein Wissen teilt er in diesem Buch.

 

Ich werde nun versuchen, die für mich wichtigsten Informationen in diese Seiten zu pressen, kann aber nicht mehr sagen als bitte, bitte lest dieses Buch selbst! Dieser Artikel reicht für das geballte Wissen nicht aus und vielleicht entdeckst du noch Dinge, dir mir mit meiner Brille bzw. Filter entgangen sind. Robert hat also den perfekten Vergleich und sieht, wie sein gelehrter Vater immer mehr arbeitet, um dann immer mehr Steuern zu zahlen und am Ende trotzdem verschuldet zu sein. Ich sehe genau das bei meinen Eltern. Mein Papi ist dieses Jahr 60 geworden und leistet immer noch Schwerstarbeit und klettert auf Kränen rum und freut sich auf seine wohl verdiente Rente. Ist das, das Ziel des Lebens? Über 40 Jahre lang hart zu arbeiten? Nur fürs Wochenende, den Urlaub und die Rente zu leben? Der Tipp meiner Eltern zum Leben war der gleiche den Robert von seinem gelehrten Vater bekommen hatte: „Lerne fleißig, schreib gute Noten, suche dir einen sicheren Job“. Er bringt meine Meinung über die Schule in seinem Buch wundervoll auf den Punkt: „Wir verbringen viele Jahre in einem überholten Schulsystem und lernen Fächer, die wir nie mehr brauchen, um uns auf eine Welt vorzubereiten, die es nicht mehr gibt“. Bäm! Das ist genau das, was ich bei vielen Büchern fühle, nachdem ich sie gelesen habe. Warum zur Hölle hat mir das niemand früher beigebracht.

 

Nun gut, ich habe das Buch ja Gott sei Dank gefunden, bevor es zu spät ist und es hat meine Sicht auf die Finanzwelt erschüttert. Ein Fakt ist für mich immer noch unfassbar. Ich habe mich in letzter Zeit viel mit meinem Moneymindset und mit meinen Finanzen beschäftigt. Dank einer Tabelle von meinem Schwager, der ein echter Sparfuchs ist, weiß ich ganz genau was und wie viel ich ausgebe. Ich habe meine Ausgaben drastisch gesenkt, um aus der „Tretmühle“ auszubrechen. Robert beschreibt die Tretmühle folgendermaßen: Die durchschnittlich gebildeten, hart arbeitenden Menschen gehen zur Schule, schreiben gute Noten, studieren, suchen sich einen sicheren Arbeitsplatz oder Beruf, verdienen Geld, kaufen sich ein Haus, Auto, Fernseher, machen Urlaub und bekommen Kinder, verschulden sich, arbeiten härter um mehr Geld zu verdienen, bemühen sich um Beförderungen und Gehaltserhöhungen, bilden sich weiter um noch mehr Geld zu verdienen und die Abgaben in Form von Steuern erhöhen sich. Okay jetzt kommt der Schocker: Ich arbeite von Januar bis Mai nur für den Staat, um meine Steuern zu bezahlen!

 

Ich habe den richtigen Umgang mit Geld nie gelernt. Mir hat es schlicht keiner beigebracht, aber ich kann lesen, ich kann lernen und ich kann es besser machen! Wir haben jeden einzelnen Tag die Wahl, was wir mit unserer wertvollsten Ressource – unserer Zeit- anstellen. Roberts wichtigster Tipp ist, dass man sich ein solides finanzielles Grundwissen aneignen sollte. Wir leben in Zeiten des Internets, in der viel Wissen frei verfügbar ist und es gibt unendlich viele Bücher, Seminare und Schulungen zu dem Thema. Robert legt einem ans Herz, das unser größter Reichtum die Bildung ist! Er sagt, dass man durch Buchführung und Investieren aus der Tretmühle ausbrechen kann. Klar ist es einfacher, die Schuld für die aktuelle Lage der Welt zu geben. Ich wünschte mir oft, die Welt würde sich ändern, aber seien wir doch mal ehrlich es ist leichter mich selbst zu ändern als die Welt. Robert schreibt, wenn man etwas ändern will, braucht es Energie, Leidenschaft und brennendes Verlangen. Er hat eine wunderschöne Definition für Leidenschaft. Bei ihm ist es eine Mischung aus Wut und Liebe. Ich bin oft wütend, wenn ich ein Buch lese und etwas neues lerne, aber etwas in mir vielleicht die Liebe richtet diese Wut auf etwas Positives, damit ich etwas erschaffe.

 

Roberts Definition von Reichtum ist finanzielle Überlebensfähigkeit, also wie lange könnte ich überleben, wenn ich aufhöre zu arbeiten? Das kann ja gerne mal jeder für sich berechnen und messen, wie weit er von wahrem Reichtum entfernt ist. Er schreibt in seinem Buch viele tolle Tipps und zeigt viele Dinge an einfachen Abbildungen. Kennt ihr beispielsweise den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und Verbindlichkeiten? Ich hatte keine Ahnung! Wie gesagt, man kann ein Buch voller Wissen nicht in zwei Seiten wiedergeben, daher erneut meine Bitte: Lest dieses Buch! Schafft euch ein finanzielles Basiswissen an und nehmt eure Geschäfte selbst in die Hand! Niemand außer euch selbst, wird sich darum kümmern, dass ihr finanziell unabhängig seid! Nicht der Staat, nicht euer Finanzberater, nur du selbst!

 

Ich sende euch Licht und Liebe

 

Eure Josi