Die Leber - unser Entgiftungsorgan

Nach langer „Sendepause“ melde ich mich zu einem Thema zurück, dass mir sehr am Herzen liegt. Diesen Artikel hatte ich schon sehr lange im Kopf. Aber wie das Leben so spielt, kommt immer etwas dazwischen und man nimmt sich nicht mehr die Zeit für sich selbst, seine Bedürfnisse, Wünsche und Träume. Bei mir war dieses „etwas“ die Diagnose meiner Oma, Gallengangskrebs mit Lebermetastasen, das mir meine Kraft, Inspiration und Lebensfreude genommen hat. Leider gibt es bei dieser Art von Krebs keine Heilung und durch den schweren Befall der Leber – unser zentrales Entgiftungsorgan – hatten wir nur noch wenig Zeit gemeinsam. Zu Beginn des Jahres habe ich beschlossen Energie und Freude zurück in mein Leben zu holen und als Kick-Off diente eine Entgiftungskur. Mit neuer Energie möchte ich nun wieder ans Werk gehen und widme diesen Artikel über Entgiftung und die Leber meiner geliebten  Omi.

 

Was ist für unseren Körper giftig?

 

Wenn man den Begriff Gift hört, denkt man sofort an Arsen oder andere Substanzen, die den Körper lebensbedrohlich schädigen. Aber schon der Arzt Paracelsus lehrte „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ Und so sind wir tagtäglich von Substanzen umgeben bzw. konsumieren sogar Substanzen, die auf Dauer zu Giften werden können. Jetzt fragen wir uns natürlich, wenn dem so ist und ich ständig Giften ausgesetzt bin, warum merke ich davon nichts? Gifte oder Toxine machen uns „leider“ erst Probleme, wenn wir ein Maß angesammelt haben, dass unser persönliches Limit übersteigt. Da wir einfach verlernt haben die Sprache unseres Körpers zu verstehen, sind das oft schon ziemlich fortgeschrittene Erkrankungen, die uns in die Knie oder zum Handeln zwingen. Zu den Substanzen, die zu Giften werden können, zählen Schwermetalle wie Quecksilber, Aluminium und Blei, die wir durch Amalgam-Füllungen oder herkömmliche Deos in unseren Körper aufgenommen haben. Dazu kommen Umweltgifte wie Konservierungsmittel, Lösemittel, Weichmacher, Spritzmittel und Pestizide, die wir zum Größten teil sogar täglich über unsere Nahrung oder Kosmetik aufnehmen. Aber auch Medikamente und „Genussmittel“ wie Nikotin, Koffein und Alkohol schaden unserem Körper und müssen ausgeschleust werden. Und als wenn das nicht genug ist, wirken auch viele Nahrungsmittel und sogar Emotionen toxisch auf unseren Körper. Da fragen wir uns zurecht, wie schafft unser Körper das eigentlich?

 

Unser Entgiftungsorgan – die Leber

 

In unserem Körper sitzt unter dem Zwerchfell, im rechten Oberbauch ein wundervolles Organ - die Leber - von deren Qualität tatsächlich jede unserer Körperfunktionen abhängt. Neben der Beseitigung und Neutralisierung von Giften und Krankheitskeimen aus dem Blut, hat die Leber noch viele andere lebenswichtige Funktionen. Sie fördert die Verdauung von Fetten durch die Produktion von Gallenflüssigkeit, ist beteiligt bei der Aufrechterhaltung des Hormongleichgewichts, produziert Proteine zur Steuerung der Blutgerinnung, wandelt Kohlenhydrate in Energie um und speichert überschüssige Energie in Form von Glykogen und Fetten. Da die Leber an so vielen wichtigen Körperfunktionen beteiligt ist, kann sie schnell überlastet sein, was sich negativ auf unseren Energiehaushalt, unsere Verdauung, unsere Haut und unser Blut auswirkt. Man sagt daher, dass extreme Müdigkeit das Leiden bzw. der Schmerz der Leber ist. 

 

Ablauf der Entgiftung in unserem Körper

 

Die Entgiftung unseres Körpers läuft in drei Phasen ab, bei denen die Gifte biochemisch umgewandelt werden müssen, daher heißt dieser Prozess auch Biotransformation.

Die erste Phase wird auch Umwandlungs-, Aktivierungs- oder Funktionalisierungsphase genannt, weil hier die Gifte durch chemische Reaktionen aktiviert werden. Das bedeutet, dass dem Gift funktionelle Gruppen angehängt werden oder diese falls bereits vorhanden freigelegt werden. Dabei entstehen aggressive Zwischenprodukte, die meist noch toxischer sind als die Gifte selbst und die eigenen Zellstrukturen zerstören können. Dieser Prozess, der durch Cytochrom-P-450-Enzyme katalysiert wird, ist notwendig um die Gifte aus unserem Körper auszuschleusen. Können die Gifte nicht abgebaut werden, so speichert sie der Körper zumeist in Fett- und Drüsengewebe. Hier können die Gifte chronische Entzündungen und zum Teil auch das Wachstum von Krebszellen induzieren.

In der zweiten Phase werden die zuvor gebildeten hochtoxischen Verbindungen entschärft, in dem sie an Gluthation, Glycin, Taurin, Methyl-, Acetyl- oder Schwefelverbindungen gekoppelt werden.  Durch diese Konjugationsreaktionen entstehen weniger toxische, ausscheidbare Stoffe.

Die dritte Phase wird auch Ausscheidungsphase genannt weil hier die umgebauten Gifte ausgeschieden werden. Dies erfolgt über zwei Wege: Fettlösliche Stoffe werden von der  Leber in die Gallenflüssigkeit abgegeben, welche somit in den Darm gelangen und über den Stuhl aus unserem Körper ausgeschieden werden. Wasserlösliche Stoffe werden über das Blut in die Niere weitergeleitet, wo sie dann über den Urin ausgeschieden werden.

Da der Körper sich natürlich nicht selbst schaden möchte, verfügt er über mehrere Kontrollstellen, die den gesamten Prozess kontrollieren. Die einzige Lücke in diesem Entgiftungssystem stellt der Darm dar, hier kann die Rückresorption der umgebauten Gifte über die Darmschleimhäute erfolgen. Verstärkt wird dies noch, wenn die Darmschleimhaut nicht mehr intakt ist, wie beispielsweise beim Leaky-Gut-Syndrom.

 

Wie können wir unsere Leber bei der Entgiftung unterstützen?

 

Wir können unseren Körper auf vielerlei Hinsicht bei der Entgiftung unterstützen. Eine Möglichkeit ist die Vermeidung von Giften, die wir über unsere Haut oder über unsere Ernährung aufnehmen. Dazu zählt der achtsame Umgang mit dem Zellgift Ethanol (Alkohol), tierischen Produkten und Gluten-haltigen Nahrungsmitteln. Auch spätes Essen können wir versuchen zu meiden, dann hat die Leber nachts weniger mit dem Stoffumbau zu tun und kann die Zeit für die Entgiftung nutzen. Auch bei unserer alltäglichen Kosmetik und den Reinigungsmitteln können wir versuchen die Gifte zu minimieren und auf natürlichere Alternativen zurückgreifen. Eine fortgeschrittene Variante des „Vermeidens“ ist das Heilfasten. Bei dem man aber im jeden Fall den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers zu Rate ziehen solle.  Wir können unserer Leber auch unterstützen, wenn wir versuchen Stress zu reduzieren oder ihm mit Entspannungstechniken entgegen wirken. Eine andere Möglichkeit ist es die vorhandenen Entgiftungsfunktion des Körpers zu stärken. Bindemitteln beispielsweise binden Gifte und verhindern somit die Rückresorption über den Darm. Ein einfaches alltagstaugliches Bindemittel sind Flohsamenschalen. Ich trinke jeden zweiten Abend ein Glas warmes Wasser mit einem Teelöffel Flohsamenschalen und einem Teelöffel geschroteten Leinsamen. Ansonsten eigenen sich Chlorella und Zeolith hervorragend um Gifte aus dem Darm zu schleusen.  Wir können unseren Körper natürlich auch durch eine ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung unterstützen. Damit sich die Leber wohl fühlt kann man auch mal einen Leberwickel ausprobieren. 

  

Erfahrungsbericht meiner Entgiftungskur

 

Zum Abschluss möchte ich gerne die Erfahrungen meiner Entgiftungskur mit euch teilen. Ich habe 7 Tage lang ein Art Saft-Fasten nach Stanley Burroughs gemacht und täglich 6 bis 8 Gläser mit jeweils 300 ml Wasser, dem Saft einer halben Bio-Zitrone, 1 EL Ahornsirup und einer Prise Cayenne-Pfeffer getrunken. Dazu habe ich noch hochwertige Chorella genommen um die gelösten Giftstoffe zu binden. Am Anfang ist die Umstellung schon sehr schwer, aber nach 3 Tagen ging es mir schon viel besser. Kopfschmerzen, als klassische Entgiftungssymptome blieben zum Glück aus. Ich war tagsüber viel wacher und bin morgens auch nicht mehr so schwer aus dem Bett gekommen. Eine leichte Grundgereiztheit, sodass ich empfindlicher auf Stress-Situationen reagiert habe, blieb leider nicht aus. Dafür bin ich jetzt umso fitter und motivierter und kann mich auch noch nach der Arbeit zu der ein oder anderen Aufgabe motivieren. Zuletzt möchte ich noch gerne mein Rezept für einen Good Morning-Power-Saft mit euch teilen. Einfach das frische Gemüse und Obst am besten in Bio-Qualität entsaften: 

 

½ Gurke

1 Apfel

½ Rote Beete

1 Karotte

1 Stange Sellerie

½ Zitrone

1 Stück Ingwer

 

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel zu mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit für unseren wundervollen Körper inspirieren und euch für die Leber, unserem Sitz der Seele und des Wohlbefindens, faszinieren. Falls ihr Fragen zu bestimmten Punkten habt, schreibt mir gerne.

 

Bis bald

 

Eure Josi 

 

Tatsächlich könnte ich dieses Satz über sehr viele Büchern sagen und mir wird immer mehr bewusst, dass ich eigentlich so gut wie gar nichts weiß. Ich bin 13 Jahre zur Schule gegangen, habe fünf Jahre studiert und sechs Jahre promoviert und bin zu einem Fachidioten geworden. Eigentlich weiß ich nichts von der Welt, aber ich dachte ich wüsste alles. Jedes Mal, wenn ich ein Buch lese bin ich inspiriert und wütend und es packt mich eine Leidenschaft zu schreiben und mein „Wissen“ zu teilen. Ich muss der Realität ins Auge blicken, ich werde mein ganzes Leben lang lernen und wahrscheinlich werde ich noch oft wütend darüber sein, dass ich viele der Dinge erst jetzt lerne und mir das nicht in der Schule oder von meinen Eltern beigebracht worden ist. Dann komme ich wieder bei mir an und bin wütend, dass ich so viele Jahre mit Unsinn verschwendet habe, weil ich die Arroganz besessen habe, ich wüsste genug. Wenn die Emotion vorbei ist, übernehme ich wieder die Verantwortung und weiß, ich kann etwas ändern! Ich kann mein Leben ändern! Ich bin die Schöpferin meines Lebens.

 

Ich hatte das Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki schon seit zwei Jahren auf meiner Lese-Bucketlist, aber irgendwie habe ich noch ein Bogen darum gemacht. Ich musste zuerst etwas anderes über Geld lernen und meine Verantwortung für meine Finanzen übernehmen, bevor ich bereit für dieses Buch war. Ich habe mir auch angewöhnt Sachbücher nicht mehr einfach nur so zu lesen, sondern mich an einen Tisch zu setzten und Notizen zu machen. Einfach, weil es so viel wichtiges in Büchern zu lesen gibt und ich es besser aufnehme, wenn ich Dinge aufschreibe. In dem Buch erzählt Robert T. Kiyosaki über seine beiden Väter. Sein leiblicher Vater ist studiert und gebildet, arbeitet für die Regierung im Bildungsministerium und hat immer finanzielle Schwierigkeiten, egal wie hart erarbeitet und wie viel er verdient. Sein reicher Vater, ist der Vater seines besten Freundes Mike, der ein erfolgreicher Unternehmer ist und keine finanziellen Schwierigkeiten hat. Sein Rich Dad bringt ihm und seinem Freund Mike eine Menge über Geld bei und sein Wissen teilt er in diesem Buch.

 

Ich werde nun versuchen, die für mich wichtigsten Informationen in diese Seiten zu pressen, kann aber nicht mehr sagen als bitte, bitte lest dieses Buch selbst! Dieser Artikel reicht für das geballte Wissen nicht aus und vielleicht entdeckst du noch Dinge, dir mir mit meiner Brille bzw. Filter entgangen sind. Robert hat also den perfekten Vergleich und sieht, wie sein gelehrter Vater immer mehr arbeitet, um dann immer mehr Steuern zu zahlen und am Ende trotzdem verschuldet zu sein. Ich sehe genau das bei meinen Eltern. Mein Papi ist dieses Jahr 60 geworden und leistet immer noch Schwerstarbeit und klettert auf Kränen rum und freut sich auf seine wohl verdiente Rente. Ist das, das Ziel des Lebens? Über 40 Jahre lang hart zu arbeiten? Nur fürs Wochenende, den Urlaub und die Rente zu leben? Der Tipp meiner Eltern zum Leben war der gleiche den Robert von seinem gelehrten Vater bekommen hatte: „Lerne fleißig, schreib gute Noten, suche dir einen sicheren Job“. Er bringt meine Meinung über die Schule in seinem Buch wundervoll auf den Punkt: „Wir verbringen viele Jahre in einem überholten Schulsystem und lernen Fächer, die wir nie mehr brauchen, um uns auf eine Welt vorzubereiten, die es nicht mehr gibt“. Bäm! Das ist genau das, was ich bei vielen Büchern fühle, nachdem ich sie gelesen habe. Warum zur Hölle hat mir das niemand früher beigebracht.

 

Nun gut, ich habe das Buch ja Gott sei Dank gefunden, bevor es zu spät ist und es hat meine Sicht auf die Finanzwelt erschüttert. Ein Fakt ist für mich immer noch unfassbar. Ich habe mich in letzter Zeit viel mit meinem Moneymindset und mit meinen Finanzen beschäftigt. Dank einer Tabelle von meinem Schwager, der ein echter Sparfuchs ist, weiß ich ganz genau was und wie viel ich ausgebe. Ich habe meine Ausgaben drastisch gesenkt, um aus der „Tretmühle“ auszubrechen. Robert beschreibt die Tretmühle folgendermaßen: Die durchschnittlich gebildeten, hart arbeitenden Menschen gehen zur Schule, schreiben gute Noten, studieren, suchen sich einen sicheren Arbeitsplatz oder Beruf, verdienen Geld, kaufen sich ein Haus, Auto, Fernseher, machen Urlaub und bekommen Kinder, verschulden sich, arbeiten härter um mehr Geld zu verdienen, bemühen sich um Beförderungen und Gehaltserhöhungen, bilden sich weiter um noch mehr Geld zu verdienen und die Abgaben in Form von Steuern erhöhen sich. Okay jetzt kommt der Schocker: Ich arbeite von Januar bis Mai nur für den Staat, um meine Steuern zu bezahlen!

 

Ich habe den richtigen Umgang mit Geld nie gelernt. Mir hat es schlicht keiner beigebracht, aber ich kann lesen, ich kann lernen und ich kann es besser machen! Wir haben jeden einzelnen Tag die Wahl, was wir mit unserer wertvollsten Ressource – unserer Zeit- anstellen. Roberts wichtigster Tipp ist, dass man sich ein solides finanzielles Grundwissen aneignen sollte. Wir leben in Zeiten des Internets, in der viel Wissen frei verfügbar ist und es gibt unendlich viele Bücher, Seminare und Schulungen zu dem Thema. Robert legt einem ans Herz, das unser größter Reichtum die Bildung ist! Er sagt, dass man durch Buchführung und Investieren aus der Tretmühle ausbrechen kann. Klar ist es einfacher, die Schuld für die aktuelle Lage der Welt zu geben. Ich wünschte mir oft, die Welt würde sich ändern, aber seien wir doch mal ehrlich es ist leichter mich selbst zu ändern als die Welt. Robert schreibt, wenn man etwas ändern will, braucht es Energie, Leidenschaft und brennendes Verlangen. Er hat eine wunderschöne Definition für Leidenschaft. Bei ihm ist es eine Mischung aus Wut und Liebe. Ich bin oft wütend, wenn ich ein Buch lese und etwas neues lerne, aber etwas in mir vielleicht die Liebe richtet diese Wut auf etwas Positives, damit ich etwas erschaffe.

 

Roberts Definition von Reichtum ist finanzielle Überlebensfähigkeit, also wie lange könnte ich überleben, wenn ich aufhöre zu arbeiten? Das kann ja gerne mal jeder für sich berechnen und messen, wie weit er von wahrem Reichtum entfernt ist. Er schreibt in seinem Buch viele tolle Tipps und zeigt viele Dinge an einfachen Abbildungen. Kennt ihr beispielsweise den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und Verbindlichkeiten? Ich hatte keine Ahnung! Wie gesagt, man kann ein Buch voller Wissen nicht in zwei Seiten wiedergeben, daher erneut meine Bitte: Lest dieses Buch! Schafft euch ein finanzielles Basiswissen an und nehmt eure Geschäfte selbst in die Hand! Niemand außer euch selbst, wird sich darum kümmern, dass ihr finanziell unabhängig seid! Nicht der Staat, nicht euer Finanzberater, nur du selbst!

 

Ich sende euch Licht und Liebe

 

Eure Josi