Ein Leben in Balance

Ein Begriff, der mir in letzter Zeit überall begegnet und den ich im Untertitel meiner Webseite gewählt habe ist die „Balance“. Warum ist mir das Thema an dieser Stelle so wichtig? Ich habe im letzten halben Jahr eine Vielzahl von Naturheilmitteln und Ernährungsformen ausprobiert, deren Erfahrungen ich gerne in einem späteren Artikel mit euch teilen werde. Allerdings möchte ich vermeiden, dass ihr meinen Blog lest und anfangt, Dinge in eurem Leben zu implementieren und dabei die Freude am Leben verliert. Ich empfehle euch wirklich morgens ein Glas Zitronen- oder Kurkumawasser zu trinken, dass tut niemanden weh. Auch eine Darmsanierung und eine kurze Fastenzeit ein bis zwei Mal im Jahr, schränkt nicht sonderlich die Lebensqualität ein. Aber die ein oder andere Thematik, die ich hier noch ansprechen werde, soll euch nur zum Umdenken anregen und nicht dazu, dass ihr eine schwarze Liste anlegt mit allen Lebensmitteln, die ihr nie wieder Essen dürft um gesund zu bleiben. Deshalb empfand ich es wichtig, meine Gedanken zum Thema Balance mit euch zu teilen. Denn für ein gesundes und erfülltes Leben, ist es entscheidend eure eigene Balance zu finden.

 

Was ist mit  einem „Leben in Balance“ gemeint?

Ich glaube das Thema Balance kann auf unterschiedlichen Ebenen angewendet werden und es gibt eine Million verschiedene Konzepte zu dem Thema. Selbst beim Schreiben dieses Artikels fallen mir mehrere Konzepte ein, die sich für mich richtig anfühlen. Ich werde mich aber auf ein Konzept beschränken und vielleicht geht meine Ansicht mit euch in Resonanz. Ich betrachte uns Menschen gerne als komplexe Wesen, die drei Instanzen bzw. Ebenen ineinander vereinen: den Körper, den Geist (Verstand) und das Herz (Seele), die man nicht getrennt voneinander betrachten kann. Daher ist es für mein Konzept von einem „Leben in Balance“ entscheidend seine eigene „Inneren Balance“ zu finden.  Bei der inneren Balance geht es um das Gleichgewicht von Körper, Geist und Herz. Da wir alle individuell sind, haben auch die drei Instanzen einen unterschiedlichen Stellenwert in unserem Leben. Trotzdem gibt es Tendenzen, die bei jedem von uns ähnlich sind. Im Laufe des Lebens beispielsweise ändert sich die Gewichtung dieser Instanzen in unserem Alltag. Als Kinder sind wir komplett im Herzen und handeln aus dem Herz bzw. der Intuition heraus. Als Erwachsene agieren wir oft nur noch aus dem Verstand heraus, und unsere Gedanken kontrollieren unser Leben. Ganz bewusst Zeit mit Kindern zu verbringen, hilft uns „Erwachsenen“ dabei von der Instanz Kopf ins Herz zu wechseln.  Auch der Körper als solches kommt bei uns „Erwachsenen“ oft zu kurz. Damit meine ich nicht die nächste Diät oder das Training im Fitnessstudio für den Sixpack. Denn leider sind auch diese Bestrebungen oftmals nur der Versuch, den Erwartungen deines Verstandes gerecht zu werden. Ich meine damit das Gefühl und Gespür für euren eigenen Körper. Wie geht es meinem Körper heute? Auch ich habe meinen Körper lange Zeit als etwas vorn mir Getrenntes angesehen. Ich war oft genervt, wenn er nicht so aussah oder funktioniert hat, wie ich es wollte. Da ist es wohl kaum verwunderlich, dass ich im Laufe der Jahre nach unzähligen Diäten, das Gefühl für meinen Körper verloren habe. Yoga ist ein wunderbares Tool um den Verstand zur Ruhe zu bringen und seinen eigenen Körper besser wahrzunehmen. Daher ist Yoga ein Teil meiner Morgenroutine geworden um die  Verbindung zu meinem Körper immer wieder zu erneuern. 

 

Gesundheit und Balance

Warum ist dieses Konzept wichtig für deine Gesundheit? Ich bin der Ansicht,  wenn wir einem Bereich zu wenig oder zu viel Aufmerksamkeit schenken, gerät unser inneres Gleichgewicht aus den Fugen und das manifestiert sich am ehesten auf körperlicher Ebene. Im Klartext, wenn ihr körperliche Symptome habt wie beispielsweise eine Allergie, dann ist es sicherlich sinnvoll ein paar entzündungsfördernde Lebensmittel wie Alkohol, Zucker, Gluten oder Milchprodukte zu reduzieren, aber der Auslöser der Allergie liegt nicht ausschließlich bei eurer Ernährung. Auch euer geistiger (Verstand) und seelischer (Herz) Zustand haben einen Einfluss auf euer körperliches Wohlbefinden. Gerade der Verstand erzeugt durch die vielen Abertausende von Gedanken, die man täglich hat, eine Menge Stress. Wenn man morgens schon aufwacht mit den Gedanken an die To-To Liste des Tages, dann erzeugt das Stress. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich ein erhöhter Stresspegel negativ auf unsere Entzündungswerte auswirken kann. Genauso erzeugt es Stress, wenn ich mir bestimmte Nahrungsmittel komplett verbiete und auf Dinge verzichte, die mir Freude bereiten. Und ja ein Eis kann vor allem im Sommer einfach glücklich machen. Wenn man lernt seinen Körper wieder besser zu spüren und seine Bedürfnisse wahrzunehmen, dann kann der Körper uns dabei helfen Ungleichgewichte zu messen. Wenn man sich zusätzlich kleine Ruhepausen in den Alltag einbaut und Zeit für Dinge einplant, die einem Freude bereiten wie Sport, ein schönes Essen mit Freunden, einen Beauty-Abend, ein schönes Buch lesen etc., dann trägt das entscheidend zur eigenen Gesundheit bei. Erstellt euch doch mal eine Liste mit Dingen, die ihr gerne tut und bei denen ihr mal Raum und Zeit vergessen könnt! Denkt vor allem daran, was ihr als Kinder gerne gemacht habt und baut euch ein Zeitfenster am Tag ein, wo ihr etwas von dieser Liste für euch machen dürft.

 

Ich hoffe, ich konnte euch motivieren mal zu schauen, wie es um eure „Innere Balance“ steht und ihr euch ein wenig mehr Zeit für euch gönnt.

 

 

Bis dahin,

 

Eure Josi

Tatsächlich könnte ich dieses Satz über sehr viele Büchern sagen und mir wird immer mehr bewusst, dass ich eigentlich so gut wie gar nichts weiß. Ich bin 13 Jahre zur Schule gegangen, habe fünf Jahre studiert und sechs Jahre promoviert und bin zu einem Fachidioten geworden. Eigentlich weiß ich nichts von der Welt, aber ich dachte ich wüsste alles. Jedes Mal, wenn ich ein Buch lese bin ich inspiriert und wütend und es packt mich eine Leidenschaft zu schreiben und mein „Wissen“ zu teilen. Ich muss der Realität ins Auge blicken, ich werde mein ganzes Leben lang lernen und wahrscheinlich werde ich noch oft wütend darüber sein, dass ich viele der Dinge erst jetzt lerne und mir das nicht in der Schule oder von meinen Eltern beigebracht worden ist. Dann komme ich wieder bei mir an und bin wütend, dass ich so viele Jahre mit Unsinn verschwendet habe, weil ich die Arroganz besessen habe, ich wüsste genug. Wenn die Emotion vorbei ist, übernehme ich wieder die Verantwortung und weiß, ich kann etwas ändern! Ich kann mein Leben ändern! Ich bin die Schöpferin meines Lebens.

 

Ich hatte das Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki schon seit zwei Jahren auf meiner Lese-Bucketlist, aber irgendwie habe ich noch ein Bogen darum gemacht. Ich musste zuerst etwas anderes über Geld lernen und meine Verantwortung für meine Finanzen übernehmen, bevor ich bereit für dieses Buch war. Ich habe mir auch angewöhnt Sachbücher nicht mehr einfach nur so zu lesen, sondern mich an einen Tisch zu setzten und Notizen zu machen. Einfach, weil es so viel wichtiges in Büchern zu lesen gibt und ich es besser aufnehme, wenn ich Dinge aufschreibe. In dem Buch erzählt Robert T. Kiyosaki über seine beiden Väter. Sein leiblicher Vater ist studiert und gebildet, arbeitet für die Regierung im Bildungsministerium und hat immer finanzielle Schwierigkeiten, egal wie hart erarbeitet und wie viel er verdient. Sein reicher Vater, ist der Vater seines besten Freundes Mike, der ein erfolgreicher Unternehmer ist und keine finanziellen Schwierigkeiten hat. Sein Rich Dad bringt ihm und seinem Freund Mike eine Menge über Geld bei und sein Wissen teilt er in diesem Buch.

 

Ich werde nun versuchen, die für mich wichtigsten Informationen in diese Seiten zu pressen, kann aber nicht mehr sagen als bitte, bitte lest dieses Buch selbst! Dieser Artikel reicht für das geballte Wissen nicht aus und vielleicht entdeckst du noch Dinge, dir mir mit meiner Brille bzw. Filter entgangen sind. Robert hat also den perfekten Vergleich und sieht, wie sein gelehrter Vater immer mehr arbeitet, um dann immer mehr Steuern zu zahlen und am Ende trotzdem verschuldet zu sein. Ich sehe genau das bei meinen Eltern. Mein Papi ist dieses Jahr 60 geworden und leistet immer noch Schwerstarbeit und klettert auf Kränen rum und freut sich auf seine wohl verdiente Rente. Ist das, das Ziel des Lebens? Über 40 Jahre lang hart zu arbeiten? Nur fürs Wochenende, den Urlaub und die Rente zu leben? Der Tipp meiner Eltern zum Leben war der gleiche den Robert von seinem gelehrten Vater bekommen hatte: „Lerne fleißig, schreib gute Noten, suche dir einen sicheren Job“. Er bringt meine Meinung über die Schule in seinem Buch wundervoll auf den Punkt: „Wir verbringen viele Jahre in einem überholten Schulsystem und lernen Fächer, die wir nie mehr brauchen, um uns auf eine Welt vorzubereiten, die es nicht mehr gibt“. Bäm! Das ist genau das, was ich bei vielen Büchern fühle, nachdem ich sie gelesen habe. Warum zur Hölle hat mir das niemand früher beigebracht.

 

Nun gut, ich habe das Buch ja Gott sei Dank gefunden, bevor es zu spät ist und es hat meine Sicht auf die Finanzwelt erschüttert. Ein Fakt ist für mich immer noch unfassbar. Ich habe mich in letzter Zeit viel mit meinem Moneymindset und mit meinen Finanzen beschäftigt. Dank einer Tabelle von meinem Schwager, der ein echter Sparfuchs ist, weiß ich ganz genau was und wie viel ich ausgebe. Ich habe meine Ausgaben drastisch gesenkt, um aus der „Tretmühle“ auszubrechen. Robert beschreibt die Tretmühle folgendermaßen: Die durchschnittlich gebildeten, hart arbeitenden Menschen gehen zur Schule, schreiben gute Noten, studieren, suchen sich einen sicheren Arbeitsplatz oder Beruf, verdienen Geld, kaufen sich ein Haus, Auto, Fernseher, machen Urlaub und bekommen Kinder, verschulden sich, arbeiten härter um mehr Geld zu verdienen, bemühen sich um Beförderungen und Gehaltserhöhungen, bilden sich weiter um noch mehr Geld zu verdienen und die Abgaben in Form von Steuern erhöhen sich. Okay jetzt kommt der Schocker: Ich arbeite von Januar bis Mai nur für den Staat, um meine Steuern zu bezahlen!

 

Ich habe den richtigen Umgang mit Geld nie gelernt. Mir hat es schlicht keiner beigebracht, aber ich kann lesen, ich kann lernen und ich kann es besser machen! Wir haben jeden einzelnen Tag die Wahl, was wir mit unserer wertvollsten Ressource – unserer Zeit- anstellen. Roberts wichtigster Tipp ist, dass man sich ein solides finanzielles Grundwissen aneignen sollte. Wir leben in Zeiten des Internets, in der viel Wissen frei verfügbar ist und es gibt unendlich viele Bücher, Seminare und Schulungen zu dem Thema. Robert legt einem ans Herz, das unser größter Reichtum die Bildung ist! Er sagt, dass man durch Buchführung und Investieren aus der Tretmühle ausbrechen kann. Klar ist es einfacher, die Schuld für die aktuelle Lage der Welt zu geben. Ich wünschte mir oft, die Welt würde sich ändern, aber seien wir doch mal ehrlich es ist leichter mich selbst zu ändern als die Welt. Robert schreibt, wenn man etwas ändern will, braucht es Energie, Leidenschaft und brennendes Verlangen. Er hat eine wunderschöne Definition für Leidenschaft. Bei ihm ist es eine Mischung aus Wut und Liebe. Ich bin oft wütend, wenn ich ein Buch lese und etwas neues lerne, aber etwas in mir vielleicht die Liebe richtet diese Wut auf etwas Positives, damit ich etwas erschaffe.

 

Roberts Definition von Reichtum ist finanzielle Überlebensfähigkeit, also wie lange könnte ich überleben, wenn ich aufhöre zu arbeiten? Das kann ja gerne mal jeder für sich berechnen und messen, wie weit er von wahrem Reichtum entfernt ist. Er schreibt in seinem Buch viele tolle Tipps und zeigt viele Dinge an einfachen Abbildungen. Kennt ihr beispielsweise den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und Verbindlichkeiten? Ich hatte keine Ahnung! Wie gesagt, man kann ein Buch voller Wissen nicht in zwei Seiten wiedergeben, daher erneut meine Bitte: Lest dieses Buch! Schafft euch ein finanzielles Basiswissen an und nehmt eure Geschäfte selbst in die Hand! Niemand außer euch selbst, wird sich darum kümmern, dass ihr finanziell unabhängig seid! Nicht der Staat, nicht euer Finanzberater, nur du selbst!

 

Ich sende euch Licht und Liebe

 

Eure Josi