Unser Darm und seine Auswirkung auf unsere Gesundheit

Ich habe lange überlegt mit welchen Thema ich mich in meinem ersten Blogbeitrag beschäftigen möchte. Obwohl ich schon einen bestimmten Beitrag im Kopf hatte und bereits eine intensive Recherche abgeschlossen habe, inspirierte mich der Podcast „Happy, holy & confident“ von meinem „Superstar“ Laura Malina Seiler dazu, vielleicht doch mit etwas Grundlegenderem anzufangen.

 

Ich werde heute beleuchten, warum die Ernährung so eine große Rolle für unsere Gesundheit spielt und welchen Einfluss der Darm auf unsere Körperfunktionen hat. Wie in meiner Vorstellung bereits angedeutet, leide ich unter einer Birkenpollenallergie, d.h. in der für mich schönsten Jahreszeit, wenn die Natur nach einem Winterschlaf erwacht und alles blüht, hänge ich hundeelend mit völlig verschleimten Nasennebenhöhlen, einer verstopften Nase und roten Augen herum. Wenn ich alle Sicherheitsvorkehrungen (abends Haare waschen, keine Pollen in mein Schlafzimmer lassen ergo nicht mit „Straßenklamotten“ ins Schlafzimmer gehen und fleißig meine Nasendusche benutzen) getroffen habe, komme ich vielleicht um eine Nacht voller Husten herum und kann einigermaßen schlafen. Daher werde ich das Thema Ernährung aus meiner Sicht als Allergiker betrachten. 

 

Durch Forschungen wird immer deutlicher, dass in unserem Darm der Schlüssel zu unserem Immunsystem sitzt. Unser Mikrobiom – der Zusammenschluss aller angesiedelten Darmbakterien – hat einen entscheidenden Einfluss auf viele Körperfunktionen wie das Immunsystem, unserer Hormonsystem und sogar auf unsere Emotionen. Unser Darm gliedert sich in zwei Hauptteile, den Dünndarm und den Dickdarm. Im Dünndarm werden dem Nahrungsbrei aus dem Magen Verdauungsenzyme zugesetzt, die die Nahrung in ihre einzelnen Bestandteile zerlegen, die dann über die Darmschleimhaut aufgenommen und ins Blut transportiert werden. Im Dickdarm wird aus dem Rest des Nahrungsbreis Wasser resorbiert, was zur Eindickung des Stuhls führt. Im Dünn – und Dickdarm leben bis zu 100 Billionen Bakterien, die sich aus 500 - 1000 verschiedenen Bakterienarten zusammensetzen. Ein prominenter Dünndarmbewohner ist Lactobacillus acidophilus, der Milchsäure produziert und somit für die Aufrechterhaltung des sauren pH-Wertes verantwortlich ist. Wenn der pH-Wert nicht in seinem optimalen Bereich liegt ermöglicht das unter anderem das Wachstum von Darmpilzen, die wir nicht in unserem Darm haben wollen. Die Bakterien des Dickdarms fermentieren Ballaststoffe zu essentiellen Mikronährstoffen, die wichtig sind für die Erhaltung der Zellen im Dickdarm und damit entscheidend für die Darmfunktion und den Erhalt der Darmintegrität sind. Ein klassischer Vertreter dieser Dickdarmbakterien ist Bifibacterium bifidum für das eine Rolle bei der Linderung von allergischen Symptomen, der Verbesserung des Hautbildes und der Verminderung von physischen Stressempfinden gezeigt werden konnte. Die Zusammensetzung unserer Darmbakterien ist daher entscheidend für unsere (Darm-) Gesundheit. Herrscht eine Dysbalance zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien, kann das zur Entstehung von Allergien beitragen. Allergien entstehen durch eine übermäßige Immunreaktion auf harmlose Antigene (wie die armen Birkenpollen). Das entscheidende hierbei ist, dass sich ca. 80 % unserer Immunzellen im Darm befinden und diese dort durch die Interaktion mit Darmzellen und vom Darm resorbierten Stoffen maßgeblich geprägt werden.

 

Und wie wird die Zusammensetzung unseres Mikrobioms beeinflusst? Ja, ganz genau! Durch das, was wir essen! Interessanterweise, sind solche Zusammenhänge schon seit über 2000 Jahren bekannt! Die älteste Naturheilkunst die wir kennen, ist der aus dem Großraum Indiens stammende Ayurveda. Hier wird je nach Konstitution (Einteilung über u.a. körperliche Merkmale) eine bestimmte Ernährung empfohlen um bestimmte Krankheiten zu vermeiden. Die grundlegende Theorie hinter dem Ayurveda besagt, dass ein Mensch bei dem Körper, Seele und Geist im Gleichgewicht sind, keine Krankheiten entwickelt.  

 

Womit können wir nun unserem Darm etwas Gutes zu tun? Es gibt verschiedene Möglichkeiten hier anzusetzen. Eine Fastenkur hilft den Darm erst mal zu entgiften und mit einer ausgewogenen und  ballaststoffreichen  Ernährung können die Grundvoraussetzungen für das Anwachsen der „guten“ Bakterien geschaffen werden. Wenn dies der Fall ist, lohnt sich auch eine probiotische Kur. Das ist eine tägliche Zufuhr von „guten“ Bakterien, die man in Kapseln oder Pulvern zu sich nehmen kann, die meist über mehrere Monate erfolgt. Wichtig dabei ist, dass die Kleinen auch die richtigen Nährstoffe in Form von Nahrung bekommen, sonst werden sie wieder von „schlechten“ Bakterien überwachsen. Ich stecke gerade mitten in dem Projekt Darmsanierung und werde euch spätestens nächstes Jahr um diese Zeit von meinen Beobachtungen bezüglich meiner Allergie berichten ;).

 

Wer sich jetzt fragt okay, was bedeutet denn ausgewogen und ballaststoffreich? Hier nochmal ein kleiner Exkurs zum Thema Ernährung: Ich weiß es gibt eine Unzahl an Theorien darüber, was eine gesunde Ernährung ausmacht, daher beziehe ich mich weitestgehend auf aktuelle Studien aus  der Wissenschaft und aktuelle Bücher zu dem Thema. Eine Ernährungsform, die mir immer häufiger über den Weg läuft, ist die mediterrane Ernährung. Eine Studie hierzu konnte belegen, dass viel Gemüse, Früchte in Maßen, Olivenöl und Fisch bei der Prävention von Herz-Kreislauf Erkrankungen und Asthma eine entscheidende Rolle spielen. Ähnliche Ergebnisse werden auch für die Entwicklung von neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer immer deutlicher. Es konnte gezeigt werden, dass es einen Zusammenhang zwischen Nahrungs- bzw. Bakterien-Stoffwechselprodukten und Immunzellen gibt, wobei beispielsweise kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat und Omega-3-Fettsäuren eine Schutzfunktion für entzündungsbasierte Krankheiten darstellen. Je mehr Ballaststoffe (vorzugsweise aus Gemüse) wir zu uns nehmen, desto mehr kurzkettige Fettsäuren können gebildet werden. Zudem können Bakterien durch die Bildung von Acetat die Schleimproduktion der Darmzellen anregen, welche ihrerseits ein Schutz vor eindringenden „schlechte“ Bakterien und deren Stoffwechselprodukte oder Toxine darstellt. Ihr seht also, ihr habt mit eurer Ernährung einen großen Einfluss auf eure (Darm-) Gesundheit.

 

Falls ihr selbst eine Darmsanierung ausprobieren wollt, informiert euch bitte gut über das Thema. Lasst euch auch gerne von einem naturheilpraktischen Arzt oder Heilpraktiker beraten.

 

Bis dahin, eure Josi    

Tatsächlich könnte ich dieses Satz über sehr viele Büchern sagen und mir wird immer mehr bewusst, dass ich eigentlich so gut wie gar nichts weiß. Ich bin 13 Jahre zur Schule gegangen, habe fünf Jahre studiert und sechs Jahre promoviert und bin zu einem Fachidioten geworden. Eigentlich weiß ich nichts von der Welt, aber ich dachte ich wüsste alles. Jedes Mal, wenn ich ein Buch lese bin ich inspiriert und wütend und es packt mich eine Leidenschaft zu schreiben und mein „Wissen“ zu teilen. Ich muss der Realität ins Auge blicken, ich werde mein ganzes Leben lang lernen und wahrscheinlich werde ich noch oft wütend darüber sein, dass ich viele der Dinge erst jetzt lerne und mir das nicht in der Schule oder von meinen Eltern beigebracht worden ist. Dann komme ich wieder bei mir an und bin wütend, dass ich so viele Jahre mit Unsinn verschwendet habe, weil ich die Arroganz besessen habe, ich wüsste genug. Wenn die Emotion vorbei ist, übernehme ich wieder die Verantwortung und weiß, ich kann etwas ändern! Ich kann mein Leben ändern! Ich bin die Schöpferin meines Lebens.

 

Ich hatte das Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki schon seit zwei Jahren auf meiner Lese-Bucketlist, aber irgendwie habe ich noch ein Bogen darum gemacht. Ich musste zuerst etwas anderes über Geld lernen und meine Verantwortung für meine Finanzen übernehmen, bevor ich bereit für dieses Buch war. Ich habe mir auch angewöhnt Sachbücher nicht mehr einfach nur so zu lesen, sondern mich an einen Tisch zu setzten und Notizen zu machen. Einfach, weil es so viel wichtiges in Büchern zu lesen gibt und ich es besser aufnehme, wenn ich Dinge aufschreibe. In dem Buch erzählt Robert T. Kiyosaki über seine beiden Väter. Sein leiblicher Vater ist studiert und gebildet, arbeitet für die Regierung im Bildungsministerium und hat immer finanzielle Schwierigkeiten, egal wie hart erarbeitet und wie viel er verdient. Sein reicher Vater, ist der Vater seines besten Freundes Mike, der ein erfolgreicher Unternehmer ist und keine finanziellen Schwierigkeiten hat. Sein Rich Dad bringt ihm und seinem Freund Mike eine Menge über Geld bei und sein Wissen teilt er in diesem Buch.

 

Ich werde nun versuchen, die für mich wichtigsten Informationen in diese Seiten zu pressen, kann aber nicht mehr sagen als bitte, bitte lest dieses Buch selbst! Dieser Artikel reicht für das geballte Wissen nicht aus und vielleicht entdeckst du noch Dinge, dir mir mit meiner Brille bzw. Filter entgangen sind. Robert hat also den perfekten Vergleich und sieht, wie sein gelehrter Vater immer mehr arbeitet, um dann immer mehr Steuern zu zahlen und am Ende trotzdem verschuldet zu sein. Ich sehe genau das bei meinen Eltern. Mein Papi ist dieses Jahr 60 geworden und leistet immer noch Schwerstarbeit und klettert auf Kränen rum und freut sich auf seine wohl verdiente Rente. Ist das, das Ziel des Lebens? Über 40 Jahre lang hart zu arbeiten? Nur fürs Wochenende, den Urlaub und die Rente zu leben? Der Tipp meiner Eltern zum Leben war der gleiche den Robert von seinem gelehrten Vater bekommen hatte: „Lerne fleißig, schreib gute Noten, suche dir einen sicheren Job“. Er bringt meine Meinung über die Schule in seinem Buch wundervoll auf den Punkt: „Wir verbringen viele Jahre in einem überholten Schulsystem und lernen Fächer, die wir nie mehr brauchen, um uns auf eine Welt vorzubereiten, die es nicht mehr gibt“. Bäm! Das ist genau das, was ich bei vielen Büchern fühle, nachdem ich sie gelesen habe. Warum zur Hölle hat mir das niemand früher beigebracht.

 

Nun gut, ich habe das Buch ja Gott sei Dank gefunden, bevor es zu spät ist und es hat meine Sicht auf die Finanzwelt erschüttert. Ein Fakt ist für mich immer noch unfassbar. Ich habe mich in letzter Zeit viel mit meinem Moneymindset und mit meinen Finanzen beschäftigt. Dank einer Tabelle von meinem Schwager, der ein echter Sparfuchs ist, weiß ich ganz genau was und wie viel ich ausgebe. Ich habe meine Ausgaben drastisch gesenkt, um aus der „Tretmühle“ auszubrechen. Robert beschreibt die Tretmühle folgendermaßen: Die durchschnittlich gebildeten, hart arbeitenden Menschen gehen zur Schule, schreiben gute Noten, studieren, suchen sich einen sicheren Arbeitsplatz oder Beruf, verdienen Geld, kaufen sich ein Haus, Auto, Fernseher, machen Urlaub und bekommen Kinder, verschulden sich, arbeiten härter um mehr Geld zu verdienen, bemühen sich um Beförderungen und Gehaltserhöhungen, bilden sich weiter um noch mehr Geld zu verdienen und die Abgaben in Form von Steuern erhöhen sich. Okay jetzt kommt der Schocker: Ich arbeite von Januar bis Mai nur für den Staat, um meine Steuern zu bezahlen!

 

Ich habe den richtigen Umgang mit Geld nie gelernt. Mir hat es schlicht keiner beigebracht, aber ich kann lesen, ich kann lernen und ich kann es besser machen! Wir haben jeden einzelnen Tag die Wahl, was wir mit unserer wertvollsten Ressource – unserer Zeit- anstellen. Roberts wichtigster Tipp ist, dass man sich ein solides finanzielles Grundwissen aneignen sollte. Wir leben in Zeiten des Internets, in der viel Wissen frei verfügbar ist und es gibt unendlich viele Bücher, Seminare und Schulungen zu dem Thema. Robert legt einem ans Herz, das unser größter Reichtum die Bildung ist! Er sagt, dass man durch Buchführung und Investieren aus der Tretmühle ausbrechen kann. Klar ist es einfacher, die Schuld für die aktuelle Lage der Welt zu geben. Ich wünschte mir oft, die Welt würde sich ändern, aber seien wir doch mal ehrlich es ist leichter mich selbst zu ändern als die Welt. Robert schreibt, wenn man etwas ändern will, braucht es Energie, Leidenschaft und brennendes Verlangen. Er hat eine wunderschöne Definition für Leidenschaft. Bei ihm ist es eine Mischung aus Wut und Liebe. Ich bin oft wütend, wenn ich ein Buch lese und etwas neues lerne, aber etwas in mir vielleicht die Liebe richtet diese Wut auf etwas Positives, damit ich etwas erschaffe.

 

Roberts Definition von Reichtum ist finanzielle Überlebensfähigkeit, also wie lange könnte ich überleben, wenn ich aufhöre zu arbeiten? Das kann ja gerne mal jeder für sich berechnen und messen, wie weit er von wahrem Reichtum entfernt ist. Er schreibt in seinem Buch viele tolle Tipps und zeigt viele Dinge an einfachen Abbildungen. Kennt ihr beispielsweise den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und Verbindlichkeiten? Ich hatte keine Ahnung! Wie gesagt, man kann ein Buch voller Wissen nicht in zwei Seiten wiedergeben, daher erneut meine Bitte: Lest dieses Buch! Schafft euch ein finanzielles Basiswissen an und nehmt eure Geschäfte selbst in die Hand! Niemand außer euch selbst, wird sich darum kümmern, dass ihr finanziell unabhängig seid! Nicht der Staat, nicht euer Finanzberater, nur du selbst!

 

Ich sende euch Licht und Liebe

 

Eure Josi